New Yorker und der Onlineshop
Jeder von euch wird sie wohl kennen: die Fashion-Stores von ‘New Yorker’, die eigentlich in jeder Stadt zu finden sind, wo es eine etwas größere Einkaufs-Passage gibt (also natürlich in Jülich nicht; dafür gibt es hier fünf Bäckereien auf 600 Meter verteilt). Wer die Kette trotzdem nicht kennt, hier ne kurze Zusammenfassung:
New Yorker ist ein so genanntes Bekleidungsunternehmen (wie C und A, H&M, Wehmeyer und Co), dass 1971 in Flensburg gegründet wurde und heute in Braunschweig sitzt. Die Kette umfasst mittlerweile knapp 800 Stores in über 28 europ. Ländern; also schon nicht gerade klein. NY richtet sich mit seiner Produktpalette hauptsächlich an junge Leute und bezeichnet sich auch selber als “Geschäftshaus für junge Mode” (Zitat Wikipedia).
Nun gut, so viel zur Kurzinfo ![]()
Am letzten Samstag war es wieder so weit. Yvi und ich sind zum shoppen nach Oberhausen gefahren, wo natürlich auch besagte Handelskette untergebracht ist. Ich persönlich find viele Klamotten von NY sehr hübsch; sowohl für Männer (in der Männerecke) als natürlich auch die meist sehr femininen Klamotten für Frauen, die zB an Yvi sehr gut aussehen *fg* Aber leider waren verschiedene Dinge nicht mehr in der richtigen Größe zu haben. Schade drum. Aber was macht man normalerweise im abklingenden Jahr 2010 in so einem Fall? Richtig: man schaut online nach. DENKSTE!
New Yorker (wie oben erwähnt kein kleines Unternehmen mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Euro ) hat bis heute keinen Onlineshop; dafür eine sehr schicke Website, die zu 99% aus verbuggtem Flash besteht – lange Ladezeiten bei langsamen Verbindungen inbegriffen. Keine andere Website schafft es so gut, meinen Firefox zum einfrieren zu bringen!
Nun, was findet man auf der Seite denn sonst so? Natürlich Werbefotos der neuesten Kollektionen der Verkaufspartner (fishbone, smog, ©ensored), Infos und Videos zu top angesagten Musikevents und Musikern, ein Entertainmentbereich mit Kino-, DVD- und Buchtipps, ein VIP Club und natürlich Dinge wie Shopfinder… Zudem ist New Yorker bei Facebook, Twitter, MySpace, Youtube und Co angemeldet, was man auch immer wieder schön unter die Nase gerieben bekommt. Trotzdem: einen Onlineshop sucht man vergebens!
Da die Site aber auch eine Möglichkeit hat seine Meinung einzusenden, habe ich genau das zu dem Thema bereits vor einiger Zeit direkt genutzt. Auf die Frage, wieso es denn auch im Jahr 2009-2010 (ich habe die Mail Anfang des Jahres geschrieben) immernoch keinen Onlineshop gibt, obwohl selbst die Konkurrenz wie H&M, C und A oder slebst Forever 18 und Madonna seit einiger Zeit die Möglichkeit bieten online einzukaufen, bekam ich die Antwort, dass New Yorker kein Interesse an einem Onlineshop hat und (Zitat) “dem Kunden ein Einkaufserlebnis bieten” will.
Serious… wart ihr mal in nem New Yorker drin? Ein “Erlebnis” ist das wirklich. Die Gänge zwischen den Regalen sind in den meisten Fällen zugepackt bis zum geht nicht mehr, man muss sich größtenteils wirklich durchzwängen und kann sich verschiedene Dinge gar nicht erst anschauen, da entweder gestapelte Kartons oder zugepackte Wäscheständer die Sicht und den Zugriff auf die Regale versperren. Eine grobe Sortierung scheint in den Läden gar nicht zu bestehen. Und selbst wenn es mal sortiert war, so liegen auf den Regalen oder auf den Wäscheständern irgendwelche weggelegten Stücke einfach so rum. Selbst in meinem Schrank ist es aufgeräumter! (Ist wirklich so. Das nächste mal mach ich gerne Fotos) An den Kassen – NEIN, Korrektur – an der einen Kasse mit einer einzigen Mitarbeiterin steht man sich gerne mal 15-20 Minuten die Beine kaputt und grundsätzlich ist die Musik zu laut und die Klimaanlage zu warm eingestellt.
Ganz ehrlich, wenn DAS ein “Einkaufserlebnis” sein soll, dann gute Nacht. Ich möchte schliesslich entspannt einkaufen und mir nicht vorkommen wie in ner Survival-Show! Zudem liegt das nächst gelegene New Yorker 20KM von mir entfernt – und wer möchte schon so weit fahren, um sich ein neues Oberteil oder eine neue Hose zu besorgen?!
Mein persönliches Fazit: wer im ausklingenden Jahr 2010 als so große Handelskette keinen Onlineshop anbietet, hat wirklich den Trend der Zeit verschlafen. Grad die Jugend – auf die New Yorker ja komplett abzielt – möchte sich heute mehr denn je online direkt informieren, was es zum kaufen gibt und die Sachen dem entsprechend dann auch direkt bestellen. Und ehrlich: ein paar Werbefotos mit hübschen Models sind schön anzusehen – aber nicht annähernd eine ernst zu nehmende Informationsquelle. New Yorker hat schöne und günstige Produkte – aber meiner Meinung nach keinen Plan vom modernen Handel…
Wie recht du hast^^
Ich mag die Klamotren von NY. Aber mal ehrlich: jedes Mal wenn ich da reingehe komm ich mir vor wie ein Überlebenskünstler in den tiefsten Regenwäldern.
Da heisst es erstmal Ellenbogen raus und ab durch die Mitte. Vorbei an den zugestellten “Gängen” und rein ins Chaos. Mitarbeiter dort zu finden ist genauso schwierig wie die passenden Klamotten. Denn die muss man sich erstmal aus den verschiedensten Himmelsrichtungen zusammen suchen.
Spaß ist das definitiv nicht.
Klar kann man sagen dass die Unordnung sicherlich von den ganzen Kunden verursacht wurde. Stimm ich zu ich weiss wie das in nem Laden läuft. Dennoch werden eigentlich Leute dafür bezahlt ihren Job zu machen, bei NY zählt da wohl das Ordnung halten und Klamotten wieder auffalten/aufhängen nicht zum Job.
Ich werde wohl irgendwann drauf verzichten den Laden zu betreten. Habe keine lust mehr aufs survivaltraining -.-